Finnischer Lapphund

Lapinkoira / Suomenapinkoira

Der Finnische Lapphund 


Der Finnische Lapphund hat seinen Ursprung bei den Rentierzüchtern des samischen Volkes, das in den nordischen Gebieten lebt, das heute zwischen Finnland, Norwegen, Schweden und Russland aufgeteilt ist. Traditionell ist die Rentierzucht für das samische Volk sehr wichtig und wird auch heute noch betrieben. Die Sami habe seit Jahrhunderten Hütehunde verwendet, deren Typ von Region zu Region jedoch sehr unterschiedlich war. Der Finnische Lapphunde ist den langhaarigen Hunden am ähnlichsten, die von den Sami als Winterhirten für die Rentiere bevorzugt wurde. Aus diesen Hunden identifiziert der Finnische Kennel Club 1945 den ersten Rassestandard. Die Rasse hieß damals Lappländischer Hüter. 1966 wurde die Rassen neu bewertet. Der quadratische, langhaarige Hundetyp erhielten 1967 einen eigenen Rassestandard und bildeten die Grundlage unseres heutigen Lapphundes. Der Standard wurde 1996 und 2016 erneuert. Seit 1993 ist der offizielle Name der Rasse Finnischer Lapphund.  

 

Das Register des Finnischen Lapphund ist noch offen, so dass noch immer "natürliche", nicht registrierte Hunde in die Rasse aufgenommen werden können. Die Zucht von neu registrierten Hunden unterliegt in Finnland den Bestimmungen des PEVISA-Programms. PEVISA ist die finnische Abkürzung für "perinnöllisten vikojen ja sairauksien vastustamisohjelma", ein Programm zur Bekämpfung von genetischen Defekten und Krankheiten". 

Der Finnische Lapphund ist der häufigste Vertreter unter den Lapphunden und ist gerade in Finnland und Schweden ein sehr beliebter Familienhund. Im deutschsprachigen Raum zählt der Finnische Lapphund noch eher zu den weniger bekannten Rassen. In Deutschland hat die Zucht erst im Jahr 2009 dauerhaft und mit wachsender Begeisterung für die Rasse begonnen. 

 

Erscheinung
Der Finnische Lapphund ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund. Rüden werden meist zwischen 45 und 52 cm, Hündinnen zwischen 41 und 47 cm. Der übliche Gewichtsbereich liegt zwischen 15 bis 24 kg, abhängig von der Größe des Hundes.
Sein üppiges Fell hat ein doppeltes Haarkleid mit einer dichten Unterwolle und einem längeren Deckhaar. Das Fell macht den Hund widerstansdfähig gegen Kälte und Feuchtigkeit. Das üppige Fell um Kopf, Hals und Schulter vermittelt bei den meisten Rüden einen deutlichen Eindruck einer Mähne. Charakteristisch sind seine aufrecht oder halb aufrecht getragenen, hoch beweglichen Ohren, seine zumeist markante Gesichtszeichnung und die in der Bewegung über den Rücken getragene Rute. Ganz besonders zeichnet er sich durch seine besondere Farbvielfalt aus. Nach dem Rassestandard ist jede Farbe erlaubt, wenn auch eine Farbe vorherrschen sollte. Am häufigsten trifft man den Finnischen Lapphund in der Farbe Schwarz Marken an, aber auch die Farben Braun Marken, Creme, Schwarz, Sabel, Braun und die unterschiedlichsten Ausprägungen von Wildfarben sind typische Farben des Finnischen Lapphund.

 

Verwendung und Eigenschaft
Der Finnische Lapphund ist eine sehr intelligente und aktive Rasse. Er ist freundlich, Menschenbezogen und kontaktfreudig. Er hat ein sehr friedfertiges Gemüt und verfügt, wie die meisten nordischen Rasse, über eine gewisse Eigenständigkeit. Er strahlt eine Ruhe und Gelassenheit aus und ist ein treuer und mutiger Wegbegleiter in jeder Lebenslage. Sein sanftes Wesen macht den Finnischen Lapphund zu einem idealen Familienhund, der sich gut an das Familienleben anpasst.
Aufgrund ihrer Intelligenz und Bewegungsfreude sind Finnische Lapphunde sehr lernfähig und arbeitswillig und haben sich Weltweit in Aktivitäten wie Obedience, Agility, Herdenprüfungen, Rettungshund und Tiertherapie hervorgetan.

 

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