Schwedischer Lapphund

Svensk Lapphund / Ruotsinlapinkoira

Der Schwedische Lapphund


L
apphunde wurden einst von nomadisierenden Lappen und Samen im Norden Europas gezüchtet, der ihnen in früherer Zeit bei der Jagd auf Rentieren, später zum Hüten von Rentierherden ein treuer Helfer war. Als Arbeitshund wurden die Lapphunde auf Gebrauchstüchtigkeit unter arktischen Bedingungen selektiert und waren von Region zu Region recht unterschiedlich. Erst im 20. Jahrhundert wurden die Lapphunde standardisiert was die Entstehung von drei unterschiedlichen Rassen förderte. Durch das auseinandergehende Zuchtbestreben der Länder entstanden der Finnische und der Schwedische Lapphund.

Harte Arbeit in der kargen Landschaft Nordskandinaviens hat eine sehr widerstandsfähige Rasse geschaffen. Das wechselnde Klima erfordert eine wetterfeste und pflegeleichtes Fell. Das unwegsame Gelände und die abwechslungsreiche Arbeit erforderten einen Hund mit Ausdauer, Beweglichkeit, Intelligenz und Unabhängigkeit. Der resultierende schwedische Lapphund ist ein kräftiger Arbeitshund, der sowohl für die Arbeit als Bauern-, Jagd- und Hütehund als auch als Haustier geeignet ist.

Der Schwedische Lapphund ist der seltenste Vertreter der Lapphunde. Selbst und Finnland und seinem Ursprungsland Schweden gibt es nur wenige Würfe pro Jahr. Im deutschsprachigen Raum gibt es leider bis heute keinen Züchter für Schwedische Lapphunde.

 


(Foto: Cattlin Marques -  Herding Instincts)

 

Erscheinung
Mit seinem langen, glänzenden, schwarzen Fell und einer Schulterhöhe von 40 bis 51 cm ist der Schwedische Lapphund eine recht imposante und edle Erscheinung. Der Schwedischen Lapphund wird ausschließlich einfarbig schwarz gezüchtet, aber auch sogenanntes Bärenbraun oder kleine weißen Abzeichen an Brust und Pfoten sind erlaubt. Wie die meisten Spitzartigen Hunde, besitzt auch der Schwedische Lapphund ein doppeltes Haarkleid bestehend aus einer dichten Unterwolle, die vor Kälte und Hitze schützt und einem langen Deckhaar mit fester Struktur welches Schmutz hervorragend abweist. Trotz seines dichten und wetterbeständigen Fells, braucht der Schwedische Lapphund aber nur wenig Fellpflege. Regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechesls reicht völlig aus. Charakteristisch sind die kleinen, aufrechten und sehr beweglichen Ohren und eine hoch angesetzten Rute die in Bewegung locker auf dem Rücken getragen wird.

 

Verwendung und Eigenschaft
Wie schon erwähnt, wurde der Schwedische Lapphund ursprünglich zur Jagd und beim Hüten und Bewachen von Rentierherden eingesetzt. Moderne Hütemethoden wie z.B. Motorschlitten verdrängen zunehmend den Hund als Hütehelfer. Heute wird der Schwedische Lapphund überwiegend als Wach- und Familienhund gehalten. 


In den skandinavischen Ländern findet er große Beliebtheit im Hundesport und Obedience und ist darin sehr erfolgreich. Die Rasse hat auch eine Reihe von zertifizierten Such- und Rettungshunden. Der schwedische Lapphund ist auch ein sehr vielseitiger Jagdhund, der hauptsächlich zur Jagd auf Elche und Waldvögel, aber auch auf Hirsche, Wildschweine und Bären eingesetzt wird. Er ist auch ein erfahrener Spürhund bei der Suche nach verwundetem oder getötetem Wild.

Der Schwedische Lapphund hat ein lebhaftes, beharrliches und freundliches Wesen. Wie die meisten nordischen Rassen, verfügt aber auch der Schwedische Lapphund über eine gewissen Eigenständigkeit und verlang eine liebvolle Behandlung und konsequente Erziehung, sowie eine regelmäßige geistige und körperliche Auslastung. Ein frühzeitiges Training ist unerlässlich, um übermäßiges Bellen zu verhindern. Der in der Regel sehr verschmußte Hund ist ein robuster und treuer Begleiter mit Persönlichkeit, der es liebt zu Arbeiten und bei seiner Familie zu sein. Er ist sehr sozial, Kindern gegenüber sehr geduldig und meist bis ins hohe Alter verspielt, was ihn bei regelmäßiger Bewegung und geistiger Beschäftigung zu einen guten und zufriedenen Familienhund macht. 
(Foto: Rüde Raidis Tiappo - Kennel Van de Wuest-Graaf)
 

 

 

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